Der Baierwein - Weinbau und Weinkultur in Altbayern

Im Weinberg – Wissen erhalten und weitergeben

Zum Baierweinmuseum gehört – neben dem Lehrpfad – auch ein Weinberg mit den Rebsorten Müller-Thurgau, Silvaner, Kerner und Weißer Elbling. Der Weinberg wird von freiwilligen Helfern bewirtschaftet, die Arbeitseinsätze koordiniert der Vorsitzende Reinhard Eberl. Aus den Trauben wird der Wein gekeltert, der für Verkostungen bei Führungen und Veranstaltungen verwendet wird.

Unsere Kurse

Um die Kenntnisse im Weinbau in unserer Region zu erhalten, aber auch weil Arbeiten in der Gemeinschaft am Schönsten ist, sind Interessierte jederzeit eingeladen, mitzumachen. Obwohl Witterung und Vegetationsfortschritt nur schwer vorhersagbar sind, bieten wir Kurse zu den verschiedenen Arbeiten im Weinberg an. Die Kurse sind kostenlos, und Sie müssen sich nicht anmelden. Nach einer kurzen Einweisung kann dann im Museumsweinberg geübt werden. Das lohnt sich: Denn etwas zu lesen oder zu hören – das ist das eine. Etwas wirklich einmal gemacht zu haben – das ist etwas ganz anderes. Und wenn Sie einen Weinstock zuhause haben, dann werden Sie sich im Anschluss sicherer bei der Pflege fühlen.

Um auch kurzfristig von Änderungen (z.B. aufgrund des Wetters) zu erfahren, können Sie sich im email-Verteiler von baierweinmuseum@t-online.de aufnehmen lassen.

Rebschnittkurs

Am Samstag, den 13. März 2021 findet der diesjährige Rebschnittkurs statt (Kurs 1). Hier kann man die Grundregeln der Rebschnitts in Ertragsweinbergen und an Hausweinstöcken/Pergola erlernen. Anschließend gibt es die Möglichkeit, das Gesehene und Gelernte im Vereinsweinberg zu üben – bis zum Abschluss mit einer kleinen Brotzeit. [Keine Kurs-Gebühr, Anmeldung nicht notwendig, aber bitte Gartenschere mitbringen!]

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Die nächsten Kurse 2021

(keine Kursgebühr, keine Anmeldung nötig)

Bitte vorher nochmals hier nachsehen oder im Verteiler eintragen lassen, denn die Daten können sich je nach Vegetationsstand nochmals ändern.

Hinweis zu Corona: Arbeiten im Weinberg sind grundsätzlich erlaubt. Wir können und werden ausreichend Abstand halten, so dass die Gefährdung minimiert wird und keine Masken getragen werden müssen. Wer aber will, kann das gerne tun.

Kurs 2, Samstag, 22. Mai, 9.00 Uhr: Laubarbeit / Triebkorrektur

Ein wichtiger Arbeitsschritt: Mit der Triebkorrektur, d.h. dem Ausbrechen der Rebstöcke, wird die Grundlage für eine gut strukturierte Laubwand, den „richtigen“ Ertrag und den Rebschnitt im nächsten Jahr gelegt.

Kurs 3: Samstag, 12. Juni, 9.00 Uhr: Laubarbeit / Aufbinden

Mit der Wärme und nach den ausreichenden Niederschlägen sprießen nun die Reben – es wachsen täglich ein paar cm hinzu! Jetzt gilt es, die Triebe in den Drahtrahmen „einzuflechten“, bei Bedarf mit Bindedrähten zu fixieren und den ein oder anderen überschüssigen Trieb (z.B. am Stamm) zu entfernen.

Kurs 4: Samstag, 3. Juli, 9.00 Uhr: Laubarbeit / Freistellung der Traubenzone

Heute gilt es noch einmal, die Triebe in den Drahtrahmen einzuflechten. Darüber hinaus werden wir anfangen, die Traubenzone zu entblättern (Freizustellen). Warum? Wenn frühzeitig, in etwa ab Erbsengröße, direktes Sonnenlicht auf die Gescheine fällt, härtet das die Epidermis ab… die Trauben werden „stabiler“.

Kurs 5:  Samstag, 17. Juli, 9.00 Uhr: Laubarbeit / Ausgeizen / Gipfeln

Noch einmal müssen Triebe eingeflochten und fixiert werden, die Traubenzone entblättert und entgeizt (nach dem ersten Entblättern ist schon wieder was nachgewachsen), und die wüchsigeren Sorten wie den Dornfelder müssen schon gegipfelt werden. Warum und wie wir da vorgehen – dazu dann mehr vor Ort.

Kurs 6: Samstag, 7. August, 9.00 Uhr: Ertragssteuerung/ Reduzieren

Jetzt wird die Qualität „gesteuert“: Zu viele Trauben am Stock ergeben einen „dünnen“ Wein, weil sich Assimilate und Mineralien auf viel Traubenmasse verteilen. Wenige Trauben am Stock bringen höhere Qualität – aber eben auch weniger Wein… das richtige Maß ist entscheidend!

Lese für den Federweißen – Samstag, 11. Sept, 9 Uhr

Die Lese ist der Höhepunkt des Winzerjahrs! Helfer sind herzlich willkommen! Dabei arbeiten wir in Schichten: die Lese beginnt ab 9 Uhr, beim Pressen und der Weiterverarbeitung können wir Hilfe ab ca. 11 Uhr brauchen. Um 15 Uhr sollte dann alles erledigt und wieder sauber sein…

Hauptlese – Samstag, 25. Sept, 9 Uhr

Der zweite Teil unserer Lese, der Ablauf ist analog zur Lese am 11. September.

Alle unsere Kurse finden in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) statt.